Endlich ist Silvester und damit geht das absolut stressigste Jahr aller Zeiten zu Ende. Obwohl 2007 so viele schöne Momente hatte, allen voran natürlich die Hochzeit, möchte ich die Zeit auf gar keinen Fall um ein Jahr zurückdrehen. Wenn ich daran denke, was wir in den letzten zwölf Monaten alles gemacht haben, wird mir ganz schwindelig.
Ganz am Anfang des Jahres kam die standesamtliche Hochzeit, durch ein feines Essen im engsten Familienkreis gefeiert und von einer Mini-Hochzeitsreise nach Amsterdam übers Wochenende gefolgt. Kurz vor Mitternacht haben wir noch holländische Fritten gegessen!
Parallel und danach ging es dann an die Planung der kirchlichen Hochzeit, die am 14. April bei strahlendem Hochsommerwetter folgte. Die Planung hat uns ziemlich auf Trab gehalten, teils weil wir einen Raum ohne Catering gemietet haben (und mieten wollten!), teils verkompliziert dadurch, dass wir nur an den Wochenenden gemeinsam losziehen oder Sachen anschauen konnten, weil ich unter der Woche in Bremen war. Hinzu kamen verschiedene Langstrecken-Dienstreisen, allein zwei Mal in die USA, auf Michaels Seite. Am Ende war es uns jedoch möglich, am Hochzeitstag allen Stress hinter uns zu lassen und uns einfach zu freuen.
Nur drei Wochen später zog Michael in die USA, und das bedeutete Wohnungsauflösung in Köln. Auf unzähligen Fahrten zu Müllkippe, Umsonstladen und Kleiderkammer haben wir die Stadt noch mal von ganz anderen Seiten kennen gelernt. Die Woche unmittelbar vor dem Umzug bekommt den Preis für die schrecklichste Woche des Jahres: Am Freitag der Vorwoche ging es los damit, dass der ICE-Fahrer auf dem Weg zum Visumsinterview in Frankfurt einen Herzinfarkt erlitt. Wäre der exakte Termin ernst gemeint und nicht nur ein Richtwert gewesen, hätte Michael nicht fahren können. Am darauffolgenden Tag fuhren wir nach Bremen, um meine Sachen dort für den Container zu holen. Dann folgte ein letztes Entrümpeln und Weggeben - und glaubt mir, Umziehen wird deutlich schrecklicher, wenn man nicht einfach die letzten Küchen- und Badsachen plus Staubsauger und Putzzeug ins Auto werfen und zur neuen Wohnung fahren kann, und wenn man zwei Wohnungen hat. Als am Donnerstag drei wackelige Männlein von einem lokalen Umzugsunternehmen kamen und geschlagene 10 Stunden an unserem Kram herumgepackt haben, lagen die Nerven bereits blank. Dass wir kein Foto von diesem Tag haben, ist wahrscheinlich sehr gut so, denn im Spiegel blickten uns zwei graugesichtige, runtergekommene Gestalten an! Die letzten zwei Nächte in Köln verbrachten wir im Hotel, am Freitag kam das Visum in letzter Sekunde mit der Post, am Samstag ging Michaels Flug, das folgende Wochenende habe ich nur auf die Wand gestarrt und gewartet, dass der Stress nachlässt.
Es folgten zehn Wochen der Trennung, während denen ich in Bremen gearbeitet und meine dortige Wohnung aufgelöst habe, durchsetzt von Wochenenden in Neuss und Lübeck und gekrönt von herzzerreißenden Abschieden, die mich in meinen Träumen noch monatelang verfolgt haben. Für Michael hatte Amerika schon begonnen, inklusive neuem Arbeitsplatz bei großer Firma, Wohnungssuche, unzähligen Autofahrten in der fremden Stadt usw.
Mitte Juli folgte ich Michael in die USA. Zuvor hatten all meine Pläne an diesem Datum aufgehört, aber schnell wurde klar, dass der Stress noch lange nicht nachlassen würde. Wir hatten nur wenige Möbel mitgenommen, so dass die Wohnung fast komplett eingerichtet werden musste. In den ersten Wochen war der Kauf der einfachsten Dinge ein großes Drama, das mit dem Nachschlagen des gewünschten Artikels im Wörterbuch begann (z. B. Dübel), mit dem der Branche folgte (Baumarkt), das englische Wort wurde dann in Google eingegeben um zu schauen, welche Baumarkt-Ketten es hier gibt (ACE, Lowe’s, Home Depot), auf deren Seiten wurde dann geschaut, wo der nächste Laden ist, der Weg von unserem Haus mittels Routenplaner ausgedruckt und dann ging’s los. Die einfachsten Dinge stellten uns vor große Probleme und die Kräfte neigten sich angesichts des anstrengenden Jahres langsam dem Ende zu - und das ist keine Übertreibung. Ungeheure Anstrengungen wurden unternommen, um Leute kennen zu lernen und die Stadt wurde erkundet.
Die ganze Zeit galt es, trotz dieser riesigen Aufgaben die Arbeit nicht zu vernachlässigen. Michael musste einen guten Eindruck bei seinem neuen Arbeitgeber aufbauen, ich musste meine Doktorarbeit vorantreiben. Für mich ist der Stand so, dass mein erstes Paper bei einer guten Zeitschrift angenommen wurde, der Entwurf für ein zweites vervollständigt und das dritte noch in Arbeit ist. Ich musste feststellen, dass die Arbeit aus der Ferne ihre ganz eigenen Tücken hat und das Tempo nicht immer von mir bestimmt werden kann.
Irgendwann gegen Oktober fing endlich alles an, besser zu werden. Wir kennen die wichtigsten Läden, die meistgenutzten Routen durch die Stadt, das Englisch wird besser, wir haben eine eingerichtete Wohnung mit Fernsehen und allem und können anfangen, abends auf dem Sofa zu sitzen und nichts zu tun oder uns am Wochenende mit den neuen Bekannten treffen oder mal ein Buch aus der großartigen Bücherei lesen. Die normalsten Dinge sind in diesem Jahr ein großer Luxus für uns. Aber: Wir haben es geschafft!
Angesichts dessen bleibt uns nur, das Jahr mit einem rauschenden Fest bei neuen Bekannten zu beenden und auf ein ruhigeres 2008 zu trinken! In diesem Sinne guten Rutsch!
Dezember 2007
Dezember 31, 2007
Dezember 29, 2007
Nun sind wir schon seit Monaten in den USA und ich habe mich immer noch nicht an die anderen Maßeinheiten gewöhnt. Hier wird wirklich alles anders gemessen als in Deutschland, zum Beispiel:
- Temperatur. Hier gibt es Fahrenheit statt Celsius, und die Fahrenheit-Skala ist so differenziert, dass die Wettervorhersage meist nur einen Temperaturbereich vorhersagt, meist in der Art “Highs in the lower 40s, Lows in the higher 30s”. Mein Referenzpunkt für den Sommer sind 82°F, das sind 28°C, mein Referenzpunkt für den Winter sind 32°F, das sind 0°C. Alles andere ist Glückssache. Neben dem Backofen hängt eine Karteikarte, auf denen die gängigsten Celsius-Backtemperaturen in Fahrenheit stehen und diese Karte brauche ich auch immer noch. Fieberthermometer haben wir aus Deutschland mitgebracht, falls wir mal krank werden muss man das dann für den Arzt im Internet umrechnen. Die Formel wäre ((Celsius * 9):5)+32, also nichts, was man gerne täglich im Kopf umrechnen möchte.
- Längenmaße. Für weite Entfernungen nimmt man Meilen (statt Kilometern), wo glücklicherweise eine Meile etwa einer Minute Fahrzeit auf der Autobahn entspricht, so dass man sich etwas darunter vorstellen kann. Die Geschwindigkeitsgrenzen liegen bei 20mph, 35 oder 45, je nach Straße. Das klappt alles ganz gut. Für kürzere Längen nimmt mann yards, wo ein yard etwas weniger als ein Meter ist. Dann gibt es aber auch noch foot, womit ich gar nichts anfangen kann, und inch. Inch ergibt oft so schöne Maße wie 3/8 inch. Wir haben einen Zollstock mit inch, so dass wir die Wohnung damit ausmessen und dann passende Sachen kaufen können. Insgesamt stehe ich mit inch und foot aber auf dem Kriegsfuß.
- Gewicht. Körpergewicht wird in pounds gemessen. Ein pound ist zwar ungefähr so viel wie ein Pfund, aber nur ungefährt, und beim Hochrechnen kommt da schnell ein ordentlicher Schätzfehler zusammen. Gewicht von z. B. Lebensmitteln wird in ounces gemessen, was mir immer noch nichts sagt. Eine ounce ist auf jeden Fall sehr wenig, ich schätze <30g. Meist muss man zum Glück das Gewicht ja auch gar nicht wissen, aber vor dem Bestellen vom Fisch fürs Weihnachtsessen musste ich erstmal das gewünschte Gewicht im Internet umrechnen - an so was muss man natürlich auch erst mal denken, bevor man zum Laden geht.
- Volumen. Ein quart ist ungefähr ein Liter, es gibt auch noch fluid ounces (s. ounces… nix für mich), und gallons (knapp vier Liter), und pints (andere als in England). Backzutaten werden mit cups und spoons gemessen.
Der besondere Trick bei diesen Maßen ist, dass die Systeme in sich nicht metrisch sind, d. h. ein Gallon sind X Quarts, ein Quart sind aber nicht X, sondern Y fluid ounces usw. OnlineConversion ist meine Rettung, aber es ist merkwürdig, immer noch ohne Gefühl für diese Dinge rumzulaufen, es stört beim Einkaufen, verlangt viel Vorplanung und sorgt dafür, dass nie jemand uns damit beeindrucken kann, wie kalt/ warm es in seiner Heimatstadt werden kann, wie hoch Gebäude X oder Berg Y ist oder dergleichen. Man merkt es normalerweise nicht, aber Maße sind überall! Bevor wir herkamen hatte ich angenommen, dass man sich schnell an die anderen Maße gewöhnt, aber das ist (noch) nicht passiert. Clevere Eselsbrücken sind in den Kommentaren willkommen! Die Formeln brauche ich aber nicht, die kann ich selber nachschlagen, sind aber meist nicht alltagstauglich.
Dezember 26, 2007
So this was Christmas
Posted by marzipan under Uncategorized | Schlagworte: Feiertage, Foto |[2] Comments
Am 26. Dezember ist unser erstes Weihnachten in der Ferne auch schon wieder vorbei. Weihnachten besteht hier aus genau einem Feiertag, nämlich dem 25. Zum Glück hat Michael am 24. frei nehmen können. Während auf der Baustelle nebenan noch fleißig gehämmert wurde, konnten wir so gemeinsam unser Essen vorbereiten und mit unseren Familien telefonieren. Auch mussten wir noch schnell eine zweite Lichterkette für unseren Baum kaufen als sich herausstellte, dass die 50 bereits vorhandenen Lichter auf einem sehr kurzen Stück Kabel sitzen. Der fertige Baum sieht nun so aus:
Für amerikanische Verhältnisse wären das immer noch zu wenig Lichter, zu wenig Christbaumschmuck, zu wenig unterschiedlicher Christbaumschmuck und ein zu wenig bunter Baum (sowohl bzgl. Lichterkette als auch Schmuck), aber wir sind mit unserem rot-goldenen Baum sehr zufrieden! Zur Bescherung haben wir unser Päckchen aus Deutschland ausgepackt: Deutsche Bücher, Zeitschriften, CDs, Süßigkeiten, juchu! Ansonsten haben wir uns gedacht, dass man in einem Jahr mit so vielen Neuanschaffungen vom Auto bis zu Möbeln keine weiteren Geschenke braucht. Wir haben lecker gegessen und es uns bis zur Mitternachtsmesse gemütlich gemacht. Die Messe war sehr festlich und es wurde sogar “O Du Fröhliche” auf deutsch gesungen (vom Chor), und “Stille Nacht, Heilige Nacht” gibt es ja auch auf englisch.
Auch am 25., an dem die Amerikaner eigentlich erst Weihnachten feiern, haben wir in ähnlicher Weise gefeiert. Am Abend des 25. wurde dann klar, wie merkwürdig es ist, am 26. nicht frei zu haben. Für den 26. selbst ist es mir relativ egal, aber der Abend des Weihnachtstages ist weniger unbeschwert, wenn man am nächsten Tag früh raus und fit sein muss (was natürlich mehr auf Michael zutrifft ;-)). Insgesamt haben wir das Weihnachtsfest aber gut überstanden, trotz der großen Entfernung zu Familien und Freunden.
Hier noch ein paar Bilder von Weihnachten in Columbus, zuerst von unserer geliehenen Krippe:
Und dann hat jemand der Goodale-Statue in Goodale Park eine Weihnachtsmann-Mütze aufgesetzt:
Dezember 24, 2007
Aus Columbus wünschen wir Euch allen ein frohes Weihnachtsfest. Feiert schön, genießt die freie Zeit, das leckere Essen (und die Geschenke ;-)) - und vor allem die Gesellschaft der Familie, die wir hier sehr vermissen!

P.S.: Wir sind heute in Neuss in der Zeitung, schaut mal in die Grüße aus aller Welt!
Dezember 22, 2007
Weihnachtsmenü: Vorbereitungen
Posted by marzipan under Uncategorized | Schlagworte: Einkauf, Essen, Feiertage |No Comments
Zu Weihnachten wollen wir etwas Leckeres kochen und dazu haben wir keine Mühen gescheut, alle möglichen “exotischen” Zutaten wir Quark und Crème fraîche aufzutreiben (wen’s interessiert: beides von der Vermont Butter & Cheese Company, Crème fraîche gab’s bei Anderson’s, Quark bei einem Käsehändler im North Market, beides sauteuer). Seltenere Gemüse wie Knollensellerie oder Peterisilienwurzeln gibt’s bei Whole Foods. Gescheitert sind wir an Liebstöckel (okay, das hätte in Deutschland auch schwierig werden können), roter Gelatine (hier nur weiß und in Pulverform), Kürbiskernöl (und das im Land des Kürbis!), Holunderbeersaft und frischen Feigen. Abgesehen davon haben wir jetzt aber alles, um Kürbis-Kartoffel-Suppe, Karpfenfilet auf Gemüse und Granatapfel-Creme für Heilig Abend und ein Rindfleischfondue am ersten Weihnachtstag zu machen.
Dezember 21, 2007
Weatherstripping
Posted by marzipan under Uncategorized | Schlagworte: Wetter, Wohnung |No Comments
So heißt die vorläufige Lösung für das Zugige-Wohnung-Problem. Wie zu erwarten ist unser Haus nicht das einzige, in dem es zieht, und bei einem Besuch im Baumarkt kann man ganze Regale mit Produkten finden, die Abhilfe schaffen sollen. Manches ist richtige Isolierung, also eher für Hausbesitzer geeignet. Anderes kann aber auch in der Mietwohnung angebracht werden. Da gibt es:
- Iso-Mäntel für die Therme,
- Schaumstoff-Isolierung für um die Wasserleitungen,
- Plastikfolien, mit denen man eine zusätzliche “Scheibe” vor die Fenster kleben kann
- besagtes Weatherstripping.
Das Weatherstripping beinhaltet Schienen, die man an die Seite der Tür kleben kann und die dann eine Gummilippe bis zum Boden bilden. Außerdem fallen darunter Rollen mit selbstklebendem Schaumstoff, nur 1-2 cm breit und ein paar Millimeter hoch, mit denen man die Ritzen an Türen und Fenstern zukleben kann. Beim zweiten Versuch haben wir auch eine Rolle gefunden, die an unsere Tür und Fenster passt, und zwar so, dass sie abdichtet, die Tür sich aber trotzdem noch öffnen und schließen lässt. Zwischen Holzfenster und Fensterbrett, am Metalldeckel vom Briefschlitz und zwischen Tür und Rahmen klebt jetzt überall dieses Schaumstoffzeug. Perfekt ist es immer noch nicht, aber es zieht tatsächlich etwas weniger!
Dezember 21, 2007
Kleingeld sammelt sich hier noch schneller an als in Deutschland. Vieles bezahlt man sowieso mit Karte und der kleinste Schein ist $1, so dass es selbst bei kleineren Beträgen bequemer ist, mit Scheinen zu zahlen als mit Münzen. Oft bekommt man trotzdem ein paar Münzen zurück, meist einzelne cents, nickels (5 cent) oder dimes (10 cent), manchmal auch Quarters (25 cents). Quarters sind die einzige Münzen, die wir manchmal benutzen, z. B. für den Kopierautomaten. Die anderen Münzen sammeln wir wie viele Amerikaner in einer Dose.
Es gibt hier nämlich eine einfache Möglichkeit, das ganze Kleingeld in bequemere Währung umzuwandeln: Die Geldzählmaschine im Supermarkt. Im Supermarkt ist man ja sowieso immer mal, und da kann man genau so gut sein Geld dort in die Maschine schütten. Die gibt einem entweder Scheine zurück und behält 9% ein, oder sie druckt einem einen Gutschein für Amazon, Starbucks o.ä. aus, auf das das ganze Geld angerechnet wird. Man kann das Geld auch wahlweise spenden. Heute habe ich die Maschine zum ersten Mal benutzt und dabei festgestellt, dass wir seit Juli 128 Dimes, 283 Pennies und 58 Nickels angesammelt haben, dazu noch 25 Quarter. Nun sind wir im Besitz eines $24,78 Amazon-Gutscheins - sehr praktisch, dieses System!
Dezember 21, 2007
= Driving under the influence, gemeint ist Alkohol am Steuer. Ich habe den Eindruck, dass das hier tatsächlich ein größeres Problem ist als in Deutschland, weil die Leute nicht weniger ausgehen/ trinken, aber der ÖPNV ungeeignet ist, spätabends nach Hause zu kommen und auch nicht immer ein Taxi zu bekommen ist. Die offizielle Grenze liegt bei 0,8 Promille, also nicht sehr niedrig. Entsprechend sind wir davon ausgegangen, dass ein bis zwei Bier im Laufe eines Abends kein größeres Problem darstellen. Bis ich heute diesen Artikel in der Lokalzeitung gesehen habe. Demnach darf die Polizei die Leute einfach nach Lust und Laune anhalten, wenn sie das Gefühl hat, dass man merkwürdig fährt. Und nicht nur anhalten, sondern auch vor Gericht bringen, wo sie von einer Jury für DUI verurteilt werden können (mit hohen Geldstrafen, zeitweisem Führerscheinentzug usw.), auch wenn der Blutalkohol nachweislich unter der zulässigen Grenze lag. Nur aufgrund eines Filmchens, das zeigt, dass man vielleicht merkwürdig abgebogen ist. Was ist das denn bitte für ein Rechtsverständnis? Wofür gibt es denn dann die Grenze? Mir erscheint das Ganze sehr willkürlich.
Bisher habe ich noch keine einzige Alkoholkontrolle gesehen, was mich schon gewundert hat, weil ich viele ziemlich alkoholisierte Menschen in ihren Autos habe wegfahren sehen. Es wäre ein Leichtes, durch Pustekontrolle einige davon rauszufischen. Aber so funktioniert es hier offenbar nicht. Es scheint, als ob die Polizei in Columbus stattdessen heute und morgen in einer seltenen Großaktion einfach Autos filmen will und dann die mit merkwürdigem Fahrverhalten vor Gericht bitten. Am besten bleibt man wohl zu Hause - ich bin sicher, dass ich aufgrund der Unkenntnis der Straßenführung schon häufig merkwürdige Spurwechsel gemacht habe.
Dezember 19, 2007
Ein echtes Schmuckstück
Posted by marzipan under Uncategorized | Schlagworte: Freizeit |No Comments
Heute habe ich in der letzten Sitzung des Jewelry Workshops, also gerade noch rechtzeitig, mein Armband fertig stellen können. Wie versprochen hier ein Foto:
Die einzelnen Elemente sehen von außen so aus wie das vordere, mit so einem gehämmerten runden Muster. Innen ist das Muster nicht, deshalb sieht es auf dem Bild leicht zerkratzt aus. Jetzt habe ich ein Schmuckstück, das farblich zu meinem Ehering passt - und auch noch selbstgemacht! Der Kurs hat viel Spaß gemacht, wir haben gesägt, gehämmert, gebohrt, gefeilt und gebogen. Nach einer Weihnachtspause geht es im nächsten Jahr mit dem Mittelstufen-Kurs weiter, worauf ich mich schon freue.
Dezember 19, 2007
Gallery Hop
Posted by marzipan under Uncategorized | Schlagworte: Columbus, Einkaufen, Freizeit |No Comments
Im Short North, dem Stadtteil, in dem wir wohnen, gibt es eine Menge Galerien. Teilweise mit modernen Ausstellungen, teilweise auch eher Kunsthandwerksläden mit Glaskugeln oder Vasen. Um Besucher anzulocken findet an jedem ersten Samstag im Monat der sogenannte Gallery Hop statt, d. h. die Galerien haben bis 22 Uhr geöffnet. Zwischen den Galerien gibt es jede Menge Läden (in erster Linie für teure Klamotten, Secondhand-Klamotten und Wohnungseinrichtung), die dann auch so lange auf haben. Bisher waren wir bei drei Gallery Hops und ich habe vor, so oft wie möglich hinzugehen, hauptsächlich weil sich Columbus und der Short North dann größer anfühlen. Der Gallery Hop ist nämlich ein echter Publikumsmagnet, Straßen, Läden, Galerien und dazwischen liegende Bars und Restaurants sind alle voll und die Besucher gehen zu Fuß von einer Attraktion zur nächsten. Eine seltene Gelegenheit, sich so zu fühlen wie es in einer deutschen Großstadt jeden Abend möglich ist. Der Dezember Gallery Hop wird Holiday Hop genannt, es gibt dann spezielle Beleuchtung, Dekoration, Carol Singer usw.
Hier zum Beispiel das Schaufenster eines schicken Küchenartikel-Ladens, mit einem überlebensgroßen Männchen aus echtem Lebkuchen:
Und hier hat eines der feinsten und teuersten Restaurants der Stadt ein paar Eisskulpturen neben sein Fenster gestellt:






