In Deutschland fallen in diesem Jahr der Maifeiertag und Christi Himmelfahrt zusammen. Dazu kann ich nur sagen: Wir haben hier weder noch. Und übrigens auch ansonsten weit weniger Feiertage als in Deutschland - selbst im Vergleich mit den Bundesländern im Norden der Republik. Besonders in Uni-Kreisen hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es in den USA zwar weniger Urlaub gibt als in Deutschland (zur Erinnerung: 10 Tage für Michael, mit der Zeit wird es etwas mehr, aber viele Leute bekommen nicht mal die 10 Tage), dass es zum Ausgleich aber viele lange Wochenenden durch Feiertage gebe. Nun, dem ist nicht so.

Die Trennung von Staat und Kirche wird hier auf die Feiertage viel strikter angewandt als in Deutschland, so dass inbesondere die kirchlichen Feiertage weit weniger zahlreich sind und sich auf exakt einen Tag, nämlich den 25. Dezember, beschränken. Man vergleiche das mit zwei Weihnachtsfeiertagen, Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag, Christi Himmelfahrt sowie ggf. Fronleichnam und Allerheiligen!

Wir haben hier einen Feiertag zu Neujahr, dann erst wieder den Memorial Day (ein Montag im Mai), den Nationalfeiertag am vierten Juli, Labor Day (ein Montag Anfang September), Thanksgiving (Ende November) und eben den ersten Weihnachtstag. Macht sechs Feiertage, von denen nur zwei zuverlässig für ein langes Wochenende sorgen. Hinzu kommen Pseudo-Feiertage, die zwar einen Namen haben, an denen die meisten Leute aber trotzdem arbeiten gehen müssen - es sei denn, sie sind Beamte. Das wären dann z. B. Martin Luther King’s Day, Presidents’ Day, Veterans Day und Columbus Day. Freut euch also an den vielen Feiertagen in Deutschland und überdenkt noch mal, ob die Kirche in Deutschland die Politik wirklich generell zu negativ beeinflusst…