Mai 15, 2008
Die hiesige Telefonrechnung sieht ganz schön kompliziert aus. Wir sind bei AT&T, dem amerikanischen Marktführer, der eine ähnliche Stellung hier hat wie in Deutschland die Telekom. Im Monat zahlen wir $22.38 für das Telefon, inklusive Ortsgespräche. So weit, so gut. Diese $22.38 setzen sich jedoch aus sieben auf der Rechnung separat aufgeführten Beträgen zusammen. Wohin die einzelnen Beträge gehen habe ich gerade aus einer Art Verbraucherschutzbuch gelernt:
- Line Charge: $6.70. Das ist die Anschlussgebühr. Die geht an AT&T dafür, dass wir überhaupt einen Telefonanschluss/ eine Telefonnummer haben, unter der wir erreichbar sind.
- Unlimited Residence Service: $7.55. Das ist die Flatrate für Ortsgespräche. Ich glaube, man muss so eine Flatrate mitkaufen, sonst bekommt man keinen Telefonanschluss - aber sicher bin ich da nicht.
- Federal Access Charge: $5.41. Hier hatte ich mich immer schon gefragt, was das sein soll - beträgt ja immerhin ca. 25% der Rechnung. Wie sich herausstellt ist das eine Gebühr, die die Telefongesellschaften erheben müssen, weil die Federal Communications Commission das so festgelegt hat. Das Geld geht jedoch erst mal an die Telefongesellschaft. Offenbar dient es der Subventionierung der Long-Distance Companies, die Ferngespräche ermöglichen.
- 9-1-1 Emergency System billed for Franklin County: $0.12. Gebühr für den Notruf, geht ans Notrufsystem von Franklin County, wo sich Columbus befindet.
- Federal Universal Service Fee: $0.61. Geht an den Federal Universal Service Fund, der dazu da ist, abgelegene Regionen und Schulen ans Telefonnetz zu bringen.
- Federal Taxes at 3%: $0.61. Steuern, die vom Federal Government, also auf Ebene der Vereinigten Staaten, erhoben werden.
- Sales Tax at 6.75%: $1.38. Mehrwertsteuer, die an den State of Ohio geht.
Macht zusammen $22.38. Ganz einfach, oder?
Mai 28, 2008 at 11:55 Uhr vormittags
…gut, dass es den Verbraucherschutz gibt…