Okay, ich gebe mich geschlagen. Die ganze Zeit über ist es mit den Ameisen eigentlich ganz gut gegangen: Ab und zu hat man mal einige wenige an der Küchentür gesehen, aber ansonsten schienen sie durch Backpulver/ Chilipulver/ Duct-Tape auf den Ritzen ganz gut in Schach gehalten. Heute allerdings musste ich feststellen, dass sie sich eng an den Schränken entlang eine Bahn durch die gesamte Küche gemacht haben. Ziel: Die Kiste mit der Schokolade… Sehr lange kann diese Bahn noch nicht bestanden haben, dafür waren es wahrscheinlich dann doch noch zu wenige Ameisen, aber die Menge war/ ist leider immer noch beachtlich und jetzt reicht’s. Selber dürfen wir die Ritzen nicht verfugen, aus denen die Ameisen rauskommen (das hätte ich sonst schon längst gemacht) – da hilft jetzt wohl nur, den Vermieter anzurufen, damit er kommt und das erledigt.
Juni 2008
Juni 30, 2008
Die Ameisen kehren zurück
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Juni 28, 2008
Columbus feiert
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Dieses Wochenende ist Comfest („Community Festival“) in Columbus, und zwar in Goodale Park ganz bei mir in der Nähe. Ich hatte angenommen, dass das halt wieder so ein Festival sein würde wie es hier Dutzende im Sommer gibt (Arts Fest, Jazz & Rib Fest, Irish Festival, Italian Festival, Oktoberfest, Festival Latino…), aber das Comfest ist eine ganz andere Liga. Neuss hat das Schützenfest, Köln hat den Karneval, Columbus hat das Comfest! Diesen Stellenwert nimmt das Festival hier etwa ein, wenn der Vergleich auch sonst ein bisschen hinkt.
Das Comfest geht von Freitag bis Sonntag, jeweils den ganzen Tag. Im Park sind mehrere Bühnen aufgebaut, auf denen es kostenlose Konzerte von Jazz bis Pop gibt. Dazu etliche Fressbuden, wo man vom Hamburger bis zum veganen Kuchen alles Mögliche kaufen kann. Dazu Bierbuden (Schock! Bier in der Öffentlichkeit! Und dabei sind doch auch viele Kinder auf dem Comfest!). Das Ganze hat einen liberal-alternativen Hauch, wie ein kleines Möchtegern-Woodstock. Die letzten Hippies kommen aus den Löchern, in Batik-Shirts und dem Geruch nach zu Urteilen mit Joints, die Leute liegen auf Decken im Park, manche übernachten dort sogar. Man sieht viel mehr interessante Leute als sonst (bei der Gelegenheit ist mir erst klar geworden, dass man hier sonst nie einen Punker oder eine Frau in Gothic-Klamotten sieht).
Dazu fällt das Comfest mit dem Christopher Street Day zusammen. Columbus ist angeblich eine der gay-friendliest cities in den USA, und heute gab es eine Parade. Entsprechend sind auch viel mehr schwule oder lesbische Paare auf den Straßen als sonst. Alle sind gut gelaunt – alle, bis auf die religiösen Rechten, die es sich nicht nehmen lassen, gegen die Parade zu demonstrieren. Das widerum bewegt die gemäßigten Kirchen dazu, ihrerseits an der Parade teilzunehmen: Gut 30% der Wagen waren von irgendeiner Gemeinde (St. Stephan, die katholische Gemeinde bei uns, war auch dabei). Die Parade ist sehr, sehr viel gemäßigter als in Köln – fast alle hatten irgendein schlabberiges Motto-T-Shirt an, fast ein bisschen schade.
Ein bisschen politisch ist das Comfest auch: Man kann Buttons für Obama kaufen, sich in das Wählerregister eintragen lassen, und für allerlei gute Zwecke unterschreiben. Zum Beispiel wird in Ohio im November vermutlich ein Gesetz zur Volksabstimmung kommen, das Unternehmen ab einer gewissen Größe verpflichten wird, bezahlte „sick days“ für ihre Angestellten zur Verfügung zu stellen. Oder es gibt Appelle an die Abgeordneten in Senat und Repräsentantenhaus (sowohl auf Federal- als auch auf State-Ebene), sich mehr um die Umwelt zu kümmern. Und es gibt einen Aufruf, die Krankenhäuser per Gesetz zu verpflichten, Vergewaltigungsopfer über sexuell übertragbare Krankheiten und die Pille danach zu informieren. Die meisten Aufrufe klingen sehr vernünftig, und oft lerne ich erst dadurch, was es hier alles nicht gibt.
Alles in allem ist das Comfest eine super Sache und prima geeignet, Columbus besser kennen und lieben zu lernen!
Juni 26, 2008
Stürme auf beiden Seiten des Atlantiks
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Finale, oho… Natürlich habe ich versucht, den Aufstieg der deutschen Mannschaft ins Finale live mitzuerleben, und ich hatte sogar eine Freundin da, die auch daran interessiert war. Michael ist auf Konferenz in Kalifornien und hat das Spiel folglich verpasst. Direkt nach dem 1:0 für die Türkei ist dann aber wegen eines Gewitters in Columbus der Strom kurz ausgefallen, so dass ich den Ausgleich verpasst habe. In der zweiten Halbzeit hatten ESPN/ das Weltbild solche Probleme, dass ich gar keinen richtigen Eindruck von dem Spiel habe. Aber Hauptsache Finale! Dann waren wir noch ein bisschen aus, aber ich war früh wieder zu Hause, müde, und bin um halb elf schon ins Bett gegangen.
Um kurz vor zwölf gingen die Sirenen los, erstaunlich laut. Schläfrig dachte ich erst, ich sollte einfach weiterschlafen, aber dann ist mir eingefallen, dass die Sirenen ja nur bei Tornado Warnings angehen, nicht bei Watches und nicht wegen severe thunderstorms. Also schnell das Wetterradio eingeschaltet und tatsächlich: Tornadowarning, Severe Thunderstorm Warning. Take cover now! Allein in Schlafsachen im feuchten Keller zu hocken schien mir aber nicht so attraktiv. Außerdem zweifle ich inzwischen auch an der Sicherheit des Kellers, denn die Decke ist nicht besonders stabil und sogar der National Weather Service gibt zu, dass ein Crawlspace kein gutes Versteck vor einem Tornado ist. Ob unser Keller eher unter deren Definition von Basement oder von Crawlspace fällt, weiß ich nicht. Immerhin bin ich brav ins Erdgeschoss gegangen, Radio immer schön eingeschaltet, und eine Minute später wurde es dann auch wirklich richtig schlimm. Blitze (laut Radio etwa alle 10 Sekunden), rumpelndes Geräusch (Donner? Tornado? Man wusste es nicht), dann ein so lautes Krachen, als wäre nebenan ein Gebäude eingefallen. War im Endeffekt nur ein Donner, aber so etwas habe ich noch nicht gehört. Etwa zeitgleich berichtete das Radio, dass man nicht wisse, ob und wo es schon Tornados gegeben habe, aber das Sturmsystem sei direkt über Central Columbus und es würde sich drehen. Bei der letzten Warnung dachte ich ja, ich wäre jetzt schon total cool und alles wäre okay, aber das hat sich dann sofort zerschlagen und in Panik verwandelt. Alternativ zum Keller soll man in einen fensterlosen Raum im Erdgeschoss, so etwas haben wir aber nicht, oder unter ein schweres Möbelstück. Hier bietet sich der Esszimmertisch an und ich muss gestehen, dass ich tatsächlich mit dem Wetterradio unter dem Tisch gesessen habe! 10TV.com hatte einen live-Wetterradar-Stream, da konnte man dann gucken, wie die schlimmsten Stellen vom Sturm noch gar nicht da waren. Weil es Nacht war, konnte man die Wolken aber nicht selber beobachten – vielleicht auch besser so, denn wenn ich so etwas oder so etwas gesehen hätte, hätte mich das nicht beruhigt. Nach einer halben Stunde wurde die Tornadowarnung aufgehoben, aber die Unwetter gingen mit Blitz, Donner, und wahren Regengüssen noch bis drei Uhr weiter, dazu immer Polizei- und Feuerwehrsirenen und Flackern in den Stromleitungen. Was für eine Nacht.
Wie bisher zum Glück immer ist auch diese Unwettergeschichte gut ausgegangen: Die Medien nehmen an, dass kein Tornado wirklich Kontakt zum Boden hergestellt hat, jedenfalls nicht in Columbus. Es gibt Überflutungen in der Stadt, aber unsere Wohnung ist trocken (sogar der Keller), unser Auto wurde nicht vom Baum getroffen, der Strom funktioniert noch und ich habe mich etwas erholt. Freundinnen von mir haben angerufen, einige haben die Nacht im Keller verbracht, bei manchen ist Wasser in den Keller gelaufen, einige halten den Sturm für den schlimmsten, den sie bisher erlebt hatten und für am nächsten an einer richtigen Katastrophe. Dass die Amerikaner diesmal auch Angst vor einem Tornado hatten, beruhigt mich, aber trotzdem hoffe ich, dass die für die nächsten Tage angesagten Stürme wesentlich ruhiger sein werden.
Juni 24, 2008
Die unendliche Geschichte: Steuern, die Rückrunde
Posted by marzipan under Uncategorized | Schlagworte: Finanzen |Leave a Comment
Jetzt haben wir’s aber wirklich fast geschafft. Das IRS hat unseren Scheck schon längst eingelöst und das ist auch alles, was man von der amerikanischen Steuerbehörde erfährt, falls man nicht für eine extra sorgfältige Steuerprüfung ausgesucht wird. Kein Steuerbescheid, nichts Schriftliches.
Das deutsche Finanzamt hat unseren Bescheid aus unerfindlichen Gründen an Michaels Mutter statt an uns geschickt. Wie zu erwarten fällt aufgrund des bisher unversteuerten selbständigen Einkommens (2 Monate) auch hier eine Nachzahlung an. Außerdem teilt man uns mit, dass die ausländischen Einkünfte (die wir hier schon versteuert haben und wegen des Doppelbesteuerungsabkommens in Deutschland nicht ein zweites Mal versteuern müssen) sich auf die Höhe des Steuersatzes ausgewirkt haben – natürlich nachteilig für uns, da wir auf unser nicht gerade hohes Einkommen aus Deutschland jetzt so viel Steuern zahlen wie jemand der viel mehr verdient. So ist die Nachzahlung ein schönes Sümmchen, vor allem, wenn man den Wechselkurs von Dollar zu Euro bedenkt.
Leider sind wir immer noch nicht ganz fertig mit den Steuern: Wir werden das deutsche Finanzamt noch mal befragen, wieso wir den Steuerbescheid nicht selber bekommen und wie das mit dem ausländischen Einkommen und dem Steuersatz kommt. Und wenn das alles abschließend geklärt ist, müssen wir die amerikanische Erklärung noch korrigieren… so dass das selbständige Einkommen dort auch auftaucht, inkl. der darauf in Deutschland gezahlten Steuern. Dann aber!
Juni 23, 2008
Wir haben jetzt endlich eine Credit History – bzw. Michael hat eine. Diese „Kreditvergangenheit“ wird hier ähnlich benutzt wie in Deutschland die Schufa-Auskunft, aber nicht ganz, weil sie z. B. auch darüber bestimmt, wie viele Zinsen man auf einen neuen Kredit (Hypothek o.ä.) zahlen muss. In die Credit History gehen allerlei Dinge ein: Wie viele Schulden man hat, ob man seine Rechnungen pünktlich zahlt, wie viele Kreditkarten man hat, wie groß das Verhältnis zwischen Abzahlungen und Kreditrahmen ist usw. Wenn man neu in die USA kommt, hat man erst mal gar keine Credit History, und das ist fast genau so ungünstig wie eine schlechte. Ganz wichtig scheint, dass man irgendeine Form von Kredit aufnimmt und dann pünktlich abzahlt, sei es durch das Unterhalten einer Kreditkarte oder die Aufnahme eines Kredits fürs Auto.
Die Informationen über die Credit History werden von drei Firmen gesammelt. Jede dieser Firmen ist verpflichtet, ein Mal pro Jahr auf Anfrage einen kostenlosen Credit Report herauszurücken, in dem man dann seine eigene Credit History nachlesen kann. Die Anfrage geht ganz leicht übers Internet, und nun haben wir zum ersten Mal einen solchen Report. Die Interpretation wird allerdings nicht mitgeliefert, da muss man dann ein bisschen im Internet suchen, was gut oder schlecht ist. Besonders wichtig ist der Credit Score, eine dreistellige Zahl, die angibt, wie gut die Kreditvergangenheit einer Person ist. Der ist aber nicht im kostenlosen Report enthalten, sondern muss gegen Bezahlung separat angefordert werden. Darauf haben wir erst mal verzichtet, weil wir im Moment keinen neuen Kredit wollen – bis wir einen wollen, kann sich die Zahl ja noch ändern. Es gibt aber ein kleines Tool, in das man seine Informationen aus dem Credit Report eingeben kann und das einem dann die Zahl schätzt. Demzufolge ist bei uns alles okay. Wieder ein Schritt geschafft!
Juni 22, 2008
Gestern waren wir das erste Mal auf eine amerikanische Hochzeit eingeladen, allerdings auf eine eher untypische. Michael kennt die Braut von der Arbeit her. Ihr erster Mann, deutlich älter als sie, war nach langer Krankheit gestorben. Nun hat sie jemand anderes geheiratet, der tragischerweise in den letzten Wochen ebenfalls tödlich erkrankt ist. Die Hochzeit fand auf dem Firmengelände statt und bestand aus einer kurzen Zeremonie plus Empfang. Nicht jede Hochzeit geht hier den ganzen/ halben Tag. Auch ist es hier weniger kompliziert mit Standesamt usw. Wenn man kirchlich heiratet, kann der Geistliche die rechtlich gültige Heiratsurkunde unterzeichnen, ansonsten hat man die Wahl aus einer großen Zahl dafür berechtigter Personen (freie Geistliche und andere). Es ist durchaus üblich, die Trau-Versprechen selber zu schreiben und so kann man sich dann das Blaue vom Himmel versprechen. Gestern gab es Sekt und kleine Snacks, formelle „Toasts“, einen Hochzeitstanz und einen einzelnen, leicht gezwungenen Tanz zu „YMCA“ von allen. Das Ende der Veranstaltung war vorher bereits auf 19:15 Uhr festgelegt und um 19:20 Uhr waren dann auch alle weg. Anlässlich dieser Hochzeit fiel auch wieder auf, wie viele implizite Regeln es für alles mögliche gibt, von denen wir hier leider die wenigsten kennen:
1. Was anziehen? Okay, als Mann kann man mit einem Anzug nicht viel falsch machen, falls nicht gerade auf der Einladung um Smoking gebeten wurde (was hier wohl häufiger vorkommt). Ich musste allerdings feststellen, dass alle meine feinen Sommersachen schwarz oder schwarz-weiß sind und hatte deshalb schon Wochen vorher eine kleine Umfrage gestartet, ob das wohl als Farbe okay ist. Fazit: Schwarz-weiß ist auf jeden Fall okay, weil viele andere schwarz-weiße Kleider hatten. Fast alle hatten kurze, geblümte Kleider an. Das hatte ich mir vorher schon gedacht. Ich hatte ein schwarzes Kleid an, als Einzige, aber mit einem bunten Tuch. War wohl auch okay.
2. Wie viel schenken? Irgendwie habe ich den Eindruck, dass man hier sehr viel großzügiger schenkt. Gestern waren z. B. Geldgeschenke erwünscht und das ist ja besonders kritisch, wenn man nicht weiß, wie viel angebracht ist und andererseits auch nicht im Geld schwimmt, z. B. im Vergleich mit vielen anderen Gästen, die leitende Positionen in der Firma haben und zwei Gehälter. Eine kleine Internet-Recherche hat hier leider keine eindeutigen Ergebnisse erbracht. Wir haben uns letztlich für eine Kombination aus Geld und einem Reiseführer (die beiden wollen nach Paris fahren) entschieden. Ob das angemessen war oder nicht, werden wir wohl nie herausfinden.
3. Unauffällig sein. In einem fremden Land sollte man auf jeden Fall vermeiden, der erste mit irgendwas zu sein, sei es mit Gratulieren, ins-Gästebuch-eintragen, tanzen, was-weiß-ich. Es ist besser, wenn man sich an den anderen orientieren kann. Ins Gästebuch haben z. B. die meisten einfach „Congratulations“ oder „All the best“ geschrieben und ihren Namen, nix mit ausgefeilten Sprüchen oder so.
4. Musik: Sehr kulturabhängig (ach nee!). Das wäre an sich kein Problem gewesen, wenn man nicht Michael in letzter Minute noch als DJ eingespannt hätte. Hat auch alles gut gegangen, vor allem, weil im Wesentlichen irische Hintergrundmusik gewünscht war, wozu es auch ein paar passende CDs gab. Aber eine hastige Durchsicht unserer gar nicht so kleinen Musiksammlung hat noch mal ganz deutlich gezeigt, dass es nahezu unmöglich ist, selber etwas Passendes mitzubringen. Abgesehen von Frank Sinatra, Dean Martin und Elvis haben wir nichts idiotensicheres gefunden. Wir haben doch mehr deutsche Musik als man so denkt. Manche englischsprachige Musik, von der man vermuten würde, dass sie gut zur „YMCA“-Fraktion passt, ist hier vollkommen unbekannt (It’s raining men…). Manche englischsprachigen Musiker fluchen ständig, da weiß man auch nie, wie das hier ankommt (Robbie). Überhaupt bergen die Texte hier natürlich mehr Potential, unangemessen zu sein, weil die Gefahr größer ist, dass sie auch wirklich gut verstanden werden. Man glaubt gar nicht, wie viel dadurch rausfällt. Im Grunde ist klar, dass man sich auf so eine heikle Aufgabe am besten gar nicht einlassen sollte – durch die besondere Situation gestern wäre es aber auch nicht möglich gewesen, sich dem zu entziehen. Den Leuten hat die Musik aber trotzdem gefallen, und jetzt wird Michael damit geärgert, der inoffizielle Firmen-DJ zu sein – die nächste Kongressparty kommt bestimmt!
Juni 20, 2008
Wie schon angedeutet interessiert die EM hier eigentlich keinen. Naja, fast keinen, ein paar Fußballbegeisterte haben sich schon gefunden, aber es sind wenige. Wegen der Zeitverschiebung sind die Spiele hier alle mitten am Tag, so dass Michael sie fast gar nicht verfolgen kann. Manchmal läuft in der Cafeteria der Sportkanal, dann kann er zu wichtigen Spielen ab und zu kurz runter gehen, ansonsten muss der Ticker reichen. Ich hab es etwas besser und kann mir die Spiele auch mitten am Tag anschauen, wenn ich will. Der englische Kommentar ist sehr gewöhnungsbedürftig, vor allem, wenn Deutschland spielt! Manchmal versuche ich auch, in der ARD oder ZDF Mediathek zu gucken, aber das geht nur, wenn ich mich über die Uni einwähle, denn IP-Adressen aus dem Ausland werden nicht akzeptiert. Manchmal wird die Verbindung dann allerdings unterbrochen… Columbus ingsgesamt ist absolut unverändert von der EM. Ich glaube, es gibt einen Irish Pub in der Mall, der die Spiele zeigt, aber ansonsten kann man sie nicht sehen. Niemand schwenkt die Fahnen, keiner fährt hupend mit dem Auto, keiner läuft in Trikots herum. Die wenigsten wissen überhaupt, dass EM ist, geschweige denn, wer spielt oder gewinnt. Schon seltsam, vor allem nach so tollen Spielen wie dem gestern!
Juni 19, 2008
Glühwürmchen, Glühwürmchen
Posted by marzipan under Uncategorized | Schlagworte: Natur |Leave a Comment
Gestern sind zum ersten Mal die Glühwürmchen rausgekommen. Sie waren überall, und es waren viele! Die Wiese hinter dem Haus sah aus wie der Sternenhimmel. Zu jeder Zeit hat mindestens ein Dutzend geblinkt. Es war wirklich beeindruckend. Jetzt weiß ich, wo ich die nächsten Abende verbringe!
Auch die Glühwürmchen scheinen hier größer. Sie leuchten auch viel, viel heller (in ca. 25 Meter Entfernung kann man sie immer noch ganz eindeutig sehen, auch wenn es noch relativ hell ist). Das Leuchten ist grünlich und sie sind überhaupt nicht scheu. Die Kinder hier fangen sie oft in einem Glas mit Luftlöchern, sozusagen als Lampe für Abends.
Juni 17, 2008
Wenn man bereit ist, eine Weile zu fahren, kann man im Umland von Columbus noch einiges mehr unternehmen als in der Stadt:
- Jeffersonville Outlets. Billiger Einkaufen, ca. 45 Minuten entfernt.
- U-Pick-Farms. Obst und Gemüse auf dem Bauernhof selber pflücken, dazu teilweise weitere Angebote wie Streichelzoo, Heuwagenfahrt etc. Von mehreren Höfen im Umland angeboten.
- The Wilds. Aufwändige Mischung aus Naturschutzprojekt und Safaripark. Jedenfalls laufen dort Nashörner und ähnliche Tiere frei in der Prärie herum. Ca. 1 Stunde 20 entfernt.
- Amish Country. Natürlich kein eigenes Land, sondern einfach das Gebiet, in dem die Amish leben. Ca. 2 Stunden entfernt.
- Dayton Aviation Heritage National Historical Park und National Museum of the United States Airforce. Schaffensstätte der Gebrüder Wright und Militärflugmuseum, beides in Dayton, etwa 1 Stunde 13 entfernt.
- Hocking Hills. Vielleicht Ohios beliebtester State Park, schönes Gebiet zum Wandern, interessante Landschaft (nicht platt!). Etwa 1 Stunde entfernt.
- Slate Run Living Historical Farm. Bauernhof, der zeigt, wie man früher auf dem Bauernhof gewirtschaftet hat. Etwa 30 Minuten entfernt.
- Buckeye Lake State Park, Alum Creek State Park, Madison Lake State Park. Verschiedene Parks in 30-40 Minuten Entfernung, deren Hauptattraktion jeweils ein Badesee zu sein scheint.
- Eriesee. Je nachdem, wo man dort hin möchte 2 Stunden 30 oder mehr entfernt.
- Malabar Farm State Park. 1 Stunde 15.
Ich glaube, uns wird diesen Sommer nicht langweilig.
Juni 16, 2008
Mal wieder nicht viel Neues:
- Der zuletzt beschriebene Sturm war der bisher schlimmste, danach kamen eher normale Gewitter. Bei uns ist alles okay, und auch Columbus insgesamt scheint es ziemlich gut zu gehen, vor allem verglichen mit States weiter im Westen. Wir kennen einige, deren Keller vollgelaufen sind, aber etwas Schlimmeres ist niemandem passiert, den wir kennen.
- Die Minze scheint sich weitgehend erholt zu haben, außer Seifenbad musste ich nichts versuchen.
- Cookout ist das Wort, das man hier für eine Grillparty verwendet. Oft stehen Burger im Mittelpunkt. Dass hier jemand Gemüse oder Käse grillt, habe ich bisher noch nicht gesehen.
- Wir versuchen gerade, all unsere Wünsche bzgl. Deutschlandreisen, normalem Urlaub und Besucht-werden unter einen Hut und in Einklang mit der spärlichen Menge Urlaubstage zu bringen. Gar nicht so einfach!