Ein absolut niemals enden wollender Albtraum geht leider unbarmherzig weiter. Wir dachten ja, wir hätten die amerikanischen Steuererklärungen mit größeren und die deutsche mit kleineren Schwierigkeiten hinter uns gebracht und müssten “nur noch” die amerikanische Erklärung nachträglich abändern (amended return), so dass Michaels selbständiges Einkommen dort als bereits in Deutschland versteuert auftauchen kann. Diese Idee haben wir uns nicht etwa selber ausgedacht, nein, unser Sachbearbeiter bei H&R Block hat uns das erzählt. Nun hatten wir einen Termin für diesen amended return, und der ganze Ärger geht wieder von vorne los. Es fing damit an, dass wir vor verschlossener Tür standen, denn im Moment ist Nebensaison und das Office, bei dem wir immer waren, ist geschlossen. Hätten wir das durch außersinnliche Fähigkeiten herausfinden müssen? Offenbar schon, denn man hat uns nicht darauf hingewiesen. Beim richtigen Office ging keiner ans Telefon, die Adresse des richtigen Offices was erstens falsch und zweitens gar nicht auf dem Stadtplan. Also wurde ein neuer Termin vereinbart, zu dem aus organisatorischen Gründen nur Michael hingegangen ist. Und siehe, nach den üblichen etlichen Stunden, die H&R Block einen immer festhält, wurde beschieden, dass wir noch $1300 (!!!) nachzahlen sollen. Bei mir ist an diesem Punkt jeglicher Rest Geduld, den ich mit H&R Block noch hatte, verpufft. Uns hatte man erzählt, der amended return sei günstiger als die Lösung mit den $800. Und nun wäre er $500 teurer. Leider haben wir die Variante mit den $800 nie ausgedruckt bekommen und insofern keine schriftlichen Unterlagen darüber, aber natürlich werden wir trotzdem versuchen, uns zu beschweren/ zu handeln usw. An dieser Stelle kann ich schon mal einen weisen Rat an alle erteilen, die nach einem Umzug in die USA mit der Steuererklärung kämpfen: Überlegt euch gut, ob ihr zu H&R Block gehen wollt. Ich weiß nicht, ob jeder Sachbearbeiter so ist wie unserer, aber nach unseren Erfahrungen kann es passieren, dass man mit jemandem konfrontiert wird der (a) nicht sicher scheint, welche Lösungen rechtlich in Ordnung sind, (b) offenbar nicht sicher ist, welche unter den rechtlich möglichen die für den Klienten günstigste ist, und (c) seine Schwächen nicht zu bemerken scheint (man hätte uns ja noch rechtzeitig woanders hin verweisen können). Und diese Möglichkeit kann einen viel Zeit, Geld und Nerven kosten. Fortsetzung folgt.
August 16, 2008
Steuersorgen: Der Albtraum geht weiter
Posted by marzipan under Uncategorized | Schlagworte: Finanzen |Leave a Comment