Columbus bekommt sein Casino. In Ohio hat eine knappe Mehrheit dafür gestimmt (auch wenn Columbus selbst dagegen gestimmt hat). Ich bin nicht besonders begeistert: Wenn schon Gambling, dann hätte Ohio mehr Steuern nehmen sollen, mehr Konkurrenz zwischen den Betreibern zulassen statt ein Monopol einzurichten, von den Betreibern attraktivere Casinos fordern sollen und das Casino in Columbus nicht ins Arena District ziehen lassen sollen.
Außerdem haben die Wähler entschieden, dass es dieses Aufsichts-Board über die Viehhaltung geben soll. Der Verband der kleinen Bio-Bauern hatte aufgerufen, dagegen zu stimmen. Ich glaube, zu den dort genannten Punkten fürchten sie industriefreundliche Regelungen in der Art „Wer nicht mindestens 10 Toiletten für die Arbeiter hat, nach Geschlechtern getrennt… wer nicht mindestens X Tiere am Tag schlachtet… der darf nicht“. Für die Rinderhaltung gibt es zum Beispiel ähnliche Regeln, die es praktisch unmöglich machen, industrielle Verarbeitung zu umgehen.
Merkels Rede gestern vor dem amerikanischen Kongress geht bei der Berichterstattung über die Wahlen etwas unter. Nicht unbedingt wegen solchen Themen wie in Ohio – aber in anderen States gab es teilweise Bürgermeister- oder Governor-Wahlen, und die Zeitung ist voll davon.