Neben dem Geburtsvorbereitungskurs hatten wir ja noch den Baby-Erste-Hilfe-Kurs, den Stillvorbereitungs-Kurs und den Babypflege-Kurs. Die bestanden allerdings nur aus jeweils einer Sitzung von ein paar Stunden, waren also weit weniger zeitintensiv. Zusätzlich bin ich noch zum Schwangerschaftsyoga gegangen. Auch diese Entscheidungen tun mir im Nachhinein nicht leid:
- Schwangerschaftsyoga: Würde ich sofort wieder machen. Sport und Bewegung ist ja immer gut, und warum nicht was machen, wo die Kursleiterin alle Übungen speziell auf die Schwangerschaft abstimmt oder wenigstens weiß, was man lassen soll? So gab es Übungen zum Hocken, für den Beckenboden, zur Entspannung und gegen Rückenschmerzen. Das Yoga hat mir so gut gefallen, dass ich jetzt einen “Mommy & Baby Yoga” Kurs gemacht habe, der ein bisschen Rückbildung beinhaltet und danach sicher wieder normales Yoga machen werde. Das Schwangerschaftsyoga ist auch der einzige Kurs, den ich im Fall der Fälle noch mal besuchen würde – die anderen Sachen könnte man sich durch Durchsicht der Unterlagen schnell wieder aneignen.
- Erste Hilfe: Hoffentlich wird man das nie umsetzen müssen, aber es kann sicher nicht schaden, das zu können.
- Babypflege: Hat uns vor allem in den ersten zwei Wochen geholfen, wo wir öfters mal in die Kursunterlagen geschaut haben, wenn wir etwas nicht wussten. Hier besucht einen ja keine Hebamme oder so, deshalb ist es gut, wenn man kleinere Probleme alleine lösen kann. Eigentlich hat uns der Kurs sogar in den ersten zwei Tagen im Krankenhaus viel geholfen – Windeln wechseln, Baby baden und Baby ordentlich in seine Decke wickeln können zeigen sie einem dort nämlich auch bestenfalls im Schnelldurchgang um halb zwei Uhr nachts, da lernt es sich nicht so gut.
- Stillvorbereitung: Teilweise in unserem Geburtsvorbereitungskurs enthalten (hab ich beim Eintrag darüber ganz vergessen, ein weiterer großer Vorteil), aber insgesamt jedenfalls sehr nützlich. Nützlich, die ganzen Positionen mal gesehen zu haben und zum Kauf eines Stillkissens ermuntert worden zu sein. Vor allem aber nützlich: Früherkennung von Problemquellen, die ohne Behandlung unter Umständen in einer Entzündung münden können. Zwei Mal hab ich da schon was gefunden und mit dem Wissen aus dem Kurs beheben können. Beide Male waren das Sachen, die ich garantiert nicht so schnell als potentiell problematisch eingestuft hätte, wenn ich das nicht gewusst hätte. Außerdem nützlich: Dass wir das Büchleich zum Stillen aus dem Krankenhaus schon vor unserem Aufenthalt dort bekommen hatten und so auch lesen konnten – wer liest schon so viel mit dem neuen Baby im Arm?
Fazit: Wir waren gut vorbereitet und haben unser Geld für die Kurse nicht umsonst ausgegeben.