Nach unseren weniger guten Erfahrungen mit der benachbarten italienisch-amerikanischen Pfarre haben wir heute die katholische Pfarre St. Francis of Assisi getestet. Dort haben wir uns mit einem jungen Paar getroffen, die regelmäßig in diese Kirche hingehen und die wir über ein paar Ecken kennen gelernt hatten. Und tatsächlich macht diese Pfarre einen wesentlich besseren Eindruck. Neben uns hatte direkt jemand geparkt, der seinem Unmut über die angeblich christlichen republikanischen Kriesgsführer mit einem Aufkleber “Who would Jesus bomb?” Ausdruck verlieh. Die Predigt ging nicht darüber, wie viel Geld wir doch alle spenden sollten sondern gegen den religiösen Fundamentalismus und das klingt doch schon viel eher wie etwas, was man gerne am Sonntag hören möchte. Es wurde sogar ein Lied gesungen, was ich kannte und man hat uns sehr nett begrüßt. Wir bekamen ein Buch mit den englischen Messtexten sogar ausgeliehen, damit wir uns damit vertraut machen können (ich hatte nach den Texten gefragt). Familien mit kleinen Kindern (wie unsere Bekannten) werden nicht in einen Nachbarraum gesperrt, sondern dürfen ganz normal in den Bänken sitzen. Mir schien die Pfarre wesentlich liberaler als die andere. Auch wenn einige Sachen immer noch gewöhnungsbedürftig sind, denke ich, St. Francis wird unsere neue Pfarre!